Allen Unkenrufen zum Trotz: Jena kann sich sehen lassen!
Ein Auswertungstext zum 5. Antirassistischen Grenzcamp in Jena (samt Camp-Vorschlag für’s Jahr 2003)
ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 467 /22.11.2002
Soviel steht fest: Das 5. Antirassistische Grenzcamp in Jena ist kein Spaziergang gewesen – weder süss noch einfach. Und doch: Politisch gibt es – jedenfalls in meinen Augen – keinen Grund für das fast schon bleierne Schweigen, welches sich in den letzten 3 Monaten rund ums’s Jenaer Camp ausgebreitet hat. Denn so aufreibend und kompliziert, mitunter auch verletzend Einiges gewesen ist, so sehr sollte umgekehrt nicht aus dem Blick geraten, dass Anderes äusserst konstruktiv, spannend und vielversprechend verlaufen ist. In diesem Sinne erscheint mir weder Jubel- noch Untergangsstimmung angebracht zu sein. Erforderlich ist vielmehr, umfassend Bilanz zu ziehen, also zu gucken, ob, wie und auf welche Weise das in Jena Begonnene (incl. all des Schwierigen) fortgeführt werden könnte. Als einen diesbezüglichen Beitrag möchte ich deshalb die hier zur Debatte gestellten Überlegungen verstanden wissen.
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