15.06.2026 | Warum viele Menschen in Mali die Terrorserie vom 25. April anders wahrnehmen als westliche Beobachter:innen. Beobachtungen nach eine Mali-Besuch Ende April/Anfang Mai.
BAMAKO / BREMEN | Als am 25. April frühmorgens eine Autobombe den malischen Verteidigungsminister Sadio Camara in der Garnisonsstadt Kati tötete, war die Explosion noch in weiten Teilen der 15 Kilometer entfernten Hauptstadt Bamako zu hören. Der Anschlag gehörte zu einer koordinierten Angriffswelle der dschihadistischen Terrormiliz JNIM und des separatistischen Tuareg-Bündnisses FLA, die an diesem Tag das gesamte Land erschütterte. Entsprechend tief sitzt der Schock bis heute, auch wenn der Alltag schon längst zurückgekehrt ist. „Viele Menschen schrecken nachts auf, weil sie glauben, einen Knall gehört zu haben“, berichtet Aissata Soumaoro, Koordinatorin einer Frauenkooperative in Bamako am Telefon.
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