Staat mischt mit. Entwicklungsbank DEG fördert Landraub

Beilage von Afrique-Europe-Interact in der bundesweiten Ausgabe der tageszeitung taz (4. Dezember 2014)

Für den Landraub in Sanamadougou und Sahou (vgl. nebenstehenden Artikel) ist das Unternehmen Moulin Moderne du Mali (M3) des malischen Großunternehmers Modibo Keita verantwortlich. Doch Akteure wie Modibo Keita könnten ihre Agrobusiness-Geschäfte überhaupt nicht umsetzen, wenn sie nicht sowohl von privaten Geschäftsbanken als auch von staatlichen Entwicklungsbanken reichlich mit Krediten versorgt würden – darunter auch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG in Köln.

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Zwei Dörfer stehen auf. Transnationale Proteste gegen Landraub in Mali

Beilage von Afrique-Europe-Interact in der bundesweiten Ausgabe der tageszeitung taz (4. Dezember 2014)

Bereits vor drei Jahren hat Afrique-Europe-Interact begonnen, Kontakte zu Bauern und Bäuerinnen im Office du Niger aufzubauen – einer 270 Kilometer nord-östlich der malischen Hauptstadt Bamako gelegenen Region, in der schon lange unterschiedliche Formen von Landraub stattfinden. Vorläufiges Ergebnis dieses insbesondere von der malischen Sektion unseres Netzwerks getragenen Annäherungsprozesses war zum einen die Gründung der Basisgewerkschaft COPON (Kollektiv der Bauern im Office du Niger). Zum anderen die Unterstützung des Widerstands der beiden Dörfer Sanamadougou und Sahou gegen den Verlust sämtlicher ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen– inklusive Solidaritätsaktionen in Europa.

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Von Lampedusa zum Alarm Phone. Eine Notruf-Nummer soll Bootsflüchtlinge in Seenot unterstützen

Beilage von Afrique-Europe-Interact in der bundesweiten Ausgabe der tageszeitung taz (4. Dezember 2014)

Über ein Jahr ist es her, dass europäische Politiker_innen angesichts der Bootskatastrophe von Lampedusa am 3. Oktober 2013 mit mindestens 366 Toten weitgehende Veränderungen angemahnt haben. Beispielsweise der damalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso: „Die EU kann nicht akzeptieren, dass Tausende Menschen an ihren Grenzen sterben.“ Oder der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck: „Wegzuschauen und sie hinein segeln zu lassen in einen vorhersehbaren Tod, das missachtet unsere europäischen Werte.“ Um so unbegreiflicher, ja menschenverachtender ist es, dass sich die Situation in den letzten 12 Monaten weiter zugespitzt hat:

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