In den Augen der anderen. Die transnationale Debatte über die Krise in Mali
iz3w 337 (Julia/August 2013)
Ob Tuaregaufstand, Putsch oder französische Militärintervention, immer wieder haben sich malische Basisbewegungen in den vergangenen anderthalb Jahren auf eine Weise politisch verortet, die unter europäischen AktivistInnen für ungläubiges Staunen oder handfeste Kritik gesorgt hat. Es liegt daher nahe, die diesbezüglichen (umständehalber nur selten ausdiskutierten) Differenzen etwas genauer zu betrachten. Denn letztlich geht es um unterschiedliche Positioniertheiten im globalen Macht- und Ausbeutungsgefüge und somit die grundlegende Frage, wie unter der Voraussetzung gänzlich unterschiedlicher Erfahrungshorizonte transnationale Gemeinsamkeiten herausgebildet werden können – und zwar jenseits eurozentristisch aufgeladener Projektionen oder Hegemonieansprüche. Als Bezugspunkt sollen dabei die Erfahrungen des Autors im transnationalen Netzwerk Afrique-Europe-Interact fungieren, darunter zwei Delegationsreisen nach Mali im Laufe des vergangenen Jahres.
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