01.09.2026 | Was die Bandungkonferenz 1955 und die 1961 gegründete Bewegung der Blockfreien Staaten mit dem heutigen Sahel zu tun haben

Die aktuellen Geschehnisse im Sahel – so auch der jüngste Putschversuch in Niger am 29./30.08.2026 – werden seitens der westlichen Öffentlichkeit fast ausschließlich durch das geopolitische Brennglas betrachtet – nicht zuletzt die Rolle Russlands. Doch so berechtigt es ist, das russische Agieren unter Putin zu kritisieren, es sollte nicht unterschätzt werden, inwiefern der Bruch der AES-Länder mit Frankreich und die Suche nach neuen (flexiblen) Bündniskonstellationen weniger mit einer autokratischen Achse zu tun hat (wie sie in westlichen Hauptstädten immer wieder beschworen wird), sondern vielmehr mit der Geschichte der Blockfreien Staaten, die sich 1961 in Belgrad gegründet haben (der damaligen Hauptstadt Jugoslawiens) – in Fortsetzung der berühmten Konferenz von Bandung (Indonesien), wo sich 1955 Staats- und Regierungschefs aus 29 afrikanischen und asiatischen Ländern zusammen mit etlichen Vertreter:innen antikolonialer Befreiungsbewegungen getroffen und sich über die Zukunft einer nicht von den (damaligen) westlichen Kolonialmächten dominierte Welt ausgetauscht haben.

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