25.02.2026 |Issio Ehrich zur Biennale in Timbuktu (Die Zeit)
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In der aktuellen Ausgabe der ZEIT berichtet Issio Ehrich (Autor des lesenswerten Buches „Putsch. Der Aufstand gegen Europas Kolonialismus in Afrika) von der im Dezember 2025 über die Bühne gegangenen Biennale in Timbuktu – ein Kulturfestival, das 1962 begründet wurde und das nunmehr erstmals seit langem wieder in Timbuktu stattgefunden hat:
https://www.zeit.de/2026/08/biennale-timbuktu-mali-kulturfestival-dschihadisten-junta
Der Text ist nicht nur atmosphärisch dicht, er wirft auch einen anderen Blick auf die allgemeine Sicherheitslage, als das häufig zu lesen ist.
Denn betont wird (und das bestätigte auch ein Bewohner aus Timbuktu, mit dem ich gesprochen habe), dass die Durchführung eines solchen Festivals sicherheitsmäßig vor zwei Jahren noch schlicht undenkbar gewesen wäre – und das umso mehr, als zeitgleich zur Biennale der Gipfel der drei AES-Staaten in Bamako stattgefunden hat (Mali, Burkina Faso und Niger) und zudem die Tanklaster aus der Elfenbeinküste militärisch begleitet werden mussten (von den täglich im gesamten Land erfolgenden Angriffen kleiner Terrorzellen ganz zu schweigen). Damit möchte ich nicht behaupten, dass die Lage sicherheitspolitisch in Mali unbedenklich wäre, aber es zeigt, dass das malische Militär mittlerweile in der Lage ist, eine gewisse Grundstabilität zu gewährleisten – nachdem 2023/2023 die Sicherheitspartnerschaft mit der UN-Friedensmission MINUSMA und der französischen Antiterroroperation Barkhane aufgekündigt wurde (insgesamt ca. 20.000 Soldat:innen) – bei gleichzeitigen Waffenlieferungen u.a. aus Russland, China und der Türkei sowie einem kleinen Kontigent von 1.500 russischen Söldern.